Dienstag, 6. Oktober 2009

(3) Sonnenbrand, 2 mal, überbacken bitte

Irgendwas stimmt nicht! Es ist kurz nach 6 Uhr, wird langsam hell aber es regnet nicht! Da wir schon um 21 Uhr ins Bett sind fällt das Aufstehen um diese Zeit nicht schwer. Außerdem wollen wir ja das Tageslicht nutzen. Während Melanie das Frühstück macht, sortiert Frank schnell ein paar Bilder für den Blog aus. Gegen 9 gehts dann los. Ziel ist erstmal der Leuchtturm. Außerdem haben wir von der Kanadischen Buddistin noch zwei Boogyboards geliehen bekommen. Die wollen wir heute mal ausprobieren. Zunächst gehts aber wieder die kleine kurvige Straße zurück.


1 - Paradies, irgendwo im Pazifik

Pferde sieht man hier auf Kauai ziemlich oft. Öfter eigentlich als Kühe. Die sieht man sogut wie gar nicht.


2 - Melanie strahlt.

Wir machen wieder halt am Aussichtspunkt. Diesmal ohne Regen. Sieht gleich viel besser aus. Das da unten auf den Felder ist kein Reis. Den bauen die hier normalerweise nicht an. Wir haben was von Taco auf einem Schild gelesen. Was genau das ist und ob man das rauchen kann oder wenigstens lustige Plätzchen von backen kann wollen wir noch rausbekommen.


3 - Scenic view mit vier Parkplätzen und einem Behindertenparkplatz

Aber unser Ziel war ja der Leuchtturm! Der ist auch gar nicht so weit weg, vielleicht 30 Minuten fahrt. Das Wetter ist fast schon wieder zu toll. Zumindest wenn man schon nen ordentlichen Sonnenbrand hat. Was solls, nochmal aufbacken bitte!


3 - Leuchtturm Kilauea

Das kleine Gebiet um den Leuchtturm gehört zu den Nationalparks und haetten wir unseren Nationalparkspass mitgehabt, hätten wir die zweimal 5 Dollar Eintritt gesparrt. Auf der kleinen Halbinsel haben es sich alle möglichen Geflügel bequem gemacht. Kaum ist man auf dem Parkplatz, knurrt einem auch schon der Magen. Leckere Wildgänse watscheln um her. Lassen sich überhaupt nicht stören und Frank muss aufpassen das er nicht zu nah rangeht, sonst bekommt er die Viehcher nicht mehr scharf.


4- Ente Süß-Sauer

Der Wegelagerer am Eingang hat, nachdem er das Tauziehen um den 10 Dollarschein doch noch gewonnen hat, uns immerhin noch den Tipp gegeben, dass gleich ein Ranger eine Führung abhält wo wir mehr über die Seevögel hier erfahren können. Da ich ja kochen lernen will ist das sicher ne gute Gelegenheit sich die richtigen Zutaten aufzuschreiben.


5 - Rotfußtölpel, roh, unreif

Die Rangerin scheint auch gerade anfangen zu wollen, umringt von etwa 15 Leuten, wartet aber noch etwas, falls noch jemand zuhören will. Als erstes stellt sie aber sicher, dass sie im Schatten stehen muss, weil es heute wieder ungewöhnlich warm ist. Sonst ist es wohl windiger und besser auszuhalten. Heute jedenfalls weht kein Wind und Franks T-Shirt ist schon deutlich dunkler geworden. Jedenfalls gibts hier auf Kauai die gleichen Geflügel, die wir auch schon auf Galapagos gesehen haben, und die es ja nur dort geben soll. Rotfußtölpel und Fregattvögel.


6 - Rotfußtölpel, roh, reif für den Kochtopf

Die Ammis an sich sind ja extrem prüde. Die sagen ja auch nur äußerst zierlich Toilette, sondern lieber Restroom (Ruheraum) oder Bathroom (Badezimmer). Genauso ist es wohl auch der Rangerin etwas peinlich, dass die einzigsten zwei Kücken gerade vor dem Männerklo im Gebüsch hocken. Sie lädt uns dann trotzdem alle ein ihr zum Männerklo zu folgen und wir sollen schon mal die Kameras scharf machen.


7 - Fregattvogel, von Flügelspitze zu Flügelspitze so groß wie ein ausgewachsener Frank

Die Rangering steht in einer Fütze aus Schweiß und es ist ihr anzusehen, dass das jetzt keinen Spaß mehr macht. Sie hat ihr schattiges Plätzchen aufgegeben und sich in die pralle Sonne gestellt um irgendwas über eine romantische Geschichte von irgendwelchem Geflügel zu erzählen. Bei Romatik bekommt der Frank immer noch mehr Hunger.


8 - Rothemdtölpel, ausgewachsen, paarungsfreudig

Melanie vermutet, das Rothemdtölpel besonders primitv sind, denn die kennen nichts außer Hunger, Paarung, Müde und Fußball.


9 Secret Beach

Den Kultur- bzw. Naturkundeteil haben wir für heute abgehackt und sehen direkt vom Lighthouse Richtung Norden unser nächstes Ziel: The Secret Beach! Diese Bucht ist so geheim, dass sie gleich im Reiseführer ganz vorn beschrieben ist und auch der einzigste Weg dort hin völlig irreführend "Secret Beach Road" heißt. Warum dann trotzdem kaum Leute dort sind hat aber eine einfache Erklärung: man kann nicht direkt bis ran fahren!!! Sowas in Amerika. Aber das ist unser Glück. Wir parken den Mietwagen irgendwo am Ende der "Secret Beach Road", entscheiden uns dafür die Kameras und Objektive im Kofferraum zu lassen und nur die Reisetasche und die Boogyboards mitzunehmen. Die Reisetasche es sauschwer, aber Frank trägt die schon. Er hat blitzschnell überlegt was da drin so schwer sein könnte: eigentlich nur Getränke oder Nahrungsmittel. Damit ist es durchaus sinnvoll das Ding mit den Trampelpfad 20 Minuten runter zum Strand zu schleifen. Außerdem lässt er sich ja nicht anmerken, dass das Ding sauschwer ist, um vor Melanie besser da zu stehen.


10 Bild um euch neidisch zu machen, keine Ahnung wo aufgenommen, wahrscheinlich irgendwo im Internet gefunden

Zum Glück hat es kurz genieselt und der lehmige Trameplpfad bis zur Bucht verwandelt sich in eine Einladung für Knochenbrüche. Frank schleppt weiter die offiziell nicht schwere Reisetasche und nimmt sich vor, zur Strafe und aus Anerkennung für seine Leistung gleich mal die halbe Bulle Wasser auszutrinken. Natürlich ohne Luftzuholen. Aber ein Stück ist es noch. Schnell immer mal die Hand wechseln, sonst fault die noch ab. Melanie: "Gehts noch? Soll ich mit tragen?" Frank: "Ach klar kein Problem, lass nur!" Kleine Sterne tanzen vor seinem Auge, aber man kann das Wasser jetzt schon sehen. Ein Zettel am letzten Baum vor dem Sand verheißt, dass man erstens keine Wertsachen im Auto liegen lassen soll (Melanie wird jetzt nervös), zweitens sich nicht nackig zeigen darf (Frank bedauert) und drittens kein Müll dagelassen werden soll (Frank nimmt sich fest vor alles aufzuessen und leerzutrinken bevor es den Hügel wieder hoch zurück zum Auto geht).


11 Baden am Secret Beach

Kaum haben Melanie und Frank die Schuhe aus, Ruft schon ein Typ der von seinem Privatgrundstück aus scheinbar einen besseren Zugang zum Strand hat, dass wir aufpassen sollen am Wasser, da die Wellen größer werden. Nunu, wir nehmen dir deinen Strand nicht weg. Als ob Frank jetzt die Scheiß Tasche wieder zum Auto schleppen würde! Ohne uns.


12 Secret Beach, Blick nach Sueden


13 Secret Beach, Blick nach Norden

Unglaublich, also nach Norden zu sind ganz hinten auf den Lawasteinen ein paar Leute zu erkennen. Aber die scheinen zu angeln oder so, dort kann man unmöglich schwimmer. Nach Süden sehen wir einen Surfer und zwei Jungs die so tun, als ob sie Boogyboard fahren können. Sonst echt niemand da! Genial weicher Sand, riesen Wellen und tolles Wetter.


14 Surfer am Secret Beach

Nichts wie rein ins Wasser. Beim genauen betrachten der Wellengröße und dem Sog mit dem das Wasser wieder zurück ins blaue, blaue Meer zieht, kommt einem der Hinweis von dem Privatzugangsbesitzer gar nicht mehr so übertrieben vor.


15 Strandschönheit


16, Cooler Typ, vermutlich Surfer, der sein Brett vergessen hat

Die Wellen sind zu verlockend. Melanie hat ne gute Idee: die Boogyboards die sie geschleppt hat, könnte man ja mal ausprobieren. Frank wollte ja eigentlich nicht. Irgendwie ist Boogyboard wie Mountainbikefahren mit Stützrädern. Damit kann man keine Frauen beeindrucken. Aber das macht Spaß!!!!!


17 Achtung! Welle!

Wir schmeißen uns in die Wellen und hören erst auf, als wir echt kaum noch kriechen können. Trauen uns immer weiter raus, immer höhere Wellen, die manchmal die Sieger bleiben und uns ordentlich über den Strand schleudern. Letztlich hält Frank es jetzt nicht mehr aus, gräbt in der sauschweren Tasche nach den Lebensmitteln und was zu trinken. Hat schließlich den halben Pazifik ausgesoffen um nicht zu ertrinken und hat jetzt Durst! Natürlich ist alles mögliche in der Tasche: Klamotten, Taucherbrillen, Kosmetikartikel, riesige Handtücher und Bücher. Nur nix zu essen! Nich mal ein Schluck Wasser. Ist noch alles oben im Auto! Na das hat sich gelohnt. Der Aufstieg wird hart! Eine Rentnerin überholt den Frank. Letztlich dann doch am Ziel. Die Reisetasche fliegt aus der Hand. Die Bananen haben schön in der Sonne gelegen. Das Wasser kocht. Frank auch. Egal. Heiße Banane und es geht uns besser. Es ist noch etwas Zeit bis zum Sonnenuntergang. Melanie macht wieder das Spiel: Du fährst und ich verrate nicht wo es hingeht. So ging der Urlaub doch los?!


18 Hübche Fotografin fotografiert.....Pferde!


19 Fehlt noch Katze und Hund, oder?
Das Spiel an sich ist nur für Melanie lustig, aber den Weg den sie rausgesucht hat ist schon genial. Keine Autos mehr! Nix los. Gut, auch nicht gerade ne Straße mehr. Wir beiben immer wieder stehen und knipsen was das Zeug hält.


20 Alte Zufahrt zum Zuckerbarondenkmal

Irgendwann kommen wir dann an. Es ist ein undefinierbarer Steinhaufen umringt von ein paar Palmen und Büschen zu sehen. Das war wohl das Denkmal, dass sich irgend ein Zuckerbaron selbst hat bauen lassen. Es ist so hässlich, dass es sich nicht lohnt hier ein Bild reinzuhängen. Aber der Weg war das Ziel! Absolut empfehlenswert. Statt dessen ein tolles Bild von unserer Karre.


21 Unser Pferdchen

Da oben am Denkmal sitzt ne Frau auf ihrem Auto und drischt mit nem Tennisschläger einen Tennisball ins Nirvana. Ihr Hund ist wahrscheinlich mit nem Geopard gekreuzt wurden und fängt den Ball noch bevor er auf den Boden fällt. Wir haben immernoch Zeit und fahren noch schnell zum Weilua Wasserfall. Der sieht aus wie ein Wasserfall, naja, was zum abhaken.


22 Opaeka'a Wasserfall

Danach gehts zurück ins Baumhaus. Bilder davon gibts morgen.




















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