
(1) Handzahme Schildkröte am Lydgate Statepark
Nachdem der letzte Tag auf Kauai wieder ziemlich verregnet war, haben wir einfach nen schönen langen Strandspaziergang gemacht (Halbmarathon). Der im Reiseführer als einsamster Strand der Insel beschriebene, hat aber leider die Möglichkeit dass man dirket mit dem Auto durch den Sand bis ans Wasser fahren kann. Was mit unseren europäischen Autos sicher mit dem Abschleppdienst geendet hätte ist bei den Ammis kein Problem. Die fahren ja in der Regel unsinnig große Trucks mit noch unsinnig größeren Reifen, die im Durchschnitt so groß wie ein Opel Corsa sind.
Franks Gedanken: Während Melanie die zahme Schildkröte schminkt baut er mit mehreren ingeneurstechnischen Meisterleistungen einen tiefen Brunnen in den Strand um Melanies Kunstakademie wertvolles Baumaterial zu liefern.
Melanies Gedanken: Was macht der bloß? Buddelt wie ein Hund primitive Löcher in den Sand? Na ich werd ihn mal loben, damit er nicht wieder Kopfstände am Strand macht.
Am nächsten Morgen also fahren wir rechtzeitig los um die völlig verdreckte Karre unseren Freunden bei Alamo zurückzuschenken. Wir rechnen fest damit, dass wir eine Neue kaufen müssen, da die alte Karre nun abgeschrieben werden muss, haben aber Glück. Unsere Strategie in problematischen Situationen das jeweils andere Geschlecht in die Schlacht zu schicken geht immer auf! Zumindest wenn Melanie dran ist.

(2) Abschied von Kauai - sieht schon wieder nach Regen aus
Am Flughafen geht alles wie immer. Am Security Check fällt uns wieder mal das Taschenmesser im Rucksack ein. Natürlich ist das Reisegepäck schon abgegeben. Der Securitytyp ist eindeutig männlich. Also drücke ich wie ein Gentlemen Melanie das Taschenmesser in die Hand und sie schafft es doch tatsächlich das jemand mit dem kleinen Taschenmesser losrennt und unsere Gepäckstücke sucht und das dort noch reinsteckt. @Jenny: ich glaube das hat sie von Dir gelernt!

(3) an jedem Flughafen in Hawaii gibts mehr oder weniger ertragbare Livemusik
Kaum hat Frank nach dem Securitycheck seine Schuhe wieder an - alle atmen erleichtert durch, die Livemusik fängt wieder an zu spielen, es wird irgendwie wieder heller - springen wir auch schon Richtung Gate 8. Denn Melanies Uhr, die wir in ihrer Handtasche wiedergefunden haben, zeigt an, dass es nur noch wenige Minuten sind. 5 Minuten vor geplantem Abflug ist kein Flugzeug am Gate zu sehen. Melanie wird nervös, Frank müde. Nach ein paar gut platzierten Ellbogenrämplern von Melanie an Frank steht der auf und hält der schon genervten weiblichen Angestellten des Flughafens seinen Boardingpass unter die Nase. Die Strategie greift wieder: sie zieht ein angewiedertes Gesicht auf, rollt gestresst mit den Augen und bellt was von Gate 8. Frank sieht zu dass er wegkommt, bevor er eine verpasst kriegt. Melanies Uhr war wohl noch in einer unbewohnten Zeitzone zwischen Hawaii und LA. Nach nochmals einer Stunde warten gehts dann aber los und wir schleppen unser, wieder mal übermäßiges Handgepäck, ins nagelneue Flugzeug.

(4) wieder gute Sicht auf Honululu
Die drei Stunden Wartezeit in Honululu bringen wir dank Internet für 6,95$ gut rum. Überlegen ob es sich lohnt ein Ersatzakku und Zubehör bei Amazon nach Hawaii zu bestellen.

(5) Diamond Head Crater, Oahu
Die Flüge mit Mokulele Airline sind genau das richtige für Frank, die dauern zwischen den Inseln nur etwa 2x25 Minuten. Für das einchecken und Wartezeit geht dann aber doch der ganze Tag drauf. In den netto etwa 5 Minuten zwischen Start und Landung wird dann noch ein leckeres Gesöff in Form eines kleinen Plastebechers serviert. Man hat die Wahl zwischen Fruchtsaft nehmen oder nicht nehmen. Der Fruchtsaft sollte eigentlich Zuckerschale mit Flüssiganteil heißen. Da Melanie aber besonders Spaß daran findet mit einem irren Blick in hoher Frequenz mit dem Strohhalm Löcher in den Alufoliendeckel zu stoßen nehmen wir zwei und es dauert nicht lange und alle in der Nähe schauen Melanie besorgt an.

(5) Leckerster Fruchsaft (5%) aller Zeiten - Melanie schafft 98 Löcher in zwei Minuten

(6) Anflug im Sonnenuntergang auf Maui
Von oben sieht Maui schon mal Klasse aus, auch wenn wieder verdächtig viele Regenwolken unterwegs sind. Schnell raus aus dem Flieger und hoffen das unser "Sonderdeal" mit Alamo wieder funktioniert: "Ihr geben uns Auto besonders billig - wir geben euch Auto besonders dreckig!"

(7) Na die Fehlermeldungen kennen wir doch, oder? Wird Zeit den JD neu zu starten, wa?
Es klappt, wir bekommen wieder den reservierten Convertible und haben auch nochmal Glück und können uns den einzigen durstigen Mustang sichern. Vier Chrysler Sebring stehen noch da, aber die sehen voll langweilig aus. Dann lieber Sprit verschwenden.

(8) Erstes Foto in Maui - Lecker Zuckerfabrik
Nachdem Frank am Flughafen einen kleinen Hund gesehen hat, bekommt er Hunger und fährt mit knurrendem Magen besonders schnell Richtung neuer Hütte. Vorbei am romantischsten Stoppschild der Insel finden wir recht schnell zu unserem neuen Zuhause und fahren mehrere riesige Bögen und Umwege um den Safeway Supermarkt gleich nebenan zu finden.

(9) romatisches Stoppschild in Maui
Die Unterkunft ist diesmal eher klein, aber völlig ausreichend und richtig klasse. Alles neu und hell und modern eingerichtet. Genau wie es uns gefällt. Und nicht so schwül wie in Kauai. Nur das Internet funktioniert nicht. Frank wandelt mit dem Laptop durch die Gegend und versucht an das ungesicherte WLAN eines Nachbarn zu kommen. Die einzige Stelle mit einer Signalstärke zwischen niedrig und gar nicht ist immerhin eine mit Sitzgelegenheit.

(10) endlich Internet
Am nächsten morgen gibts dann lecker Frühstück auf der Terasse (2.Etage) mit Blick Richtung Palmen und Meer! Keine Mücken und Regen mehr! Hier hält man es ein paar Monate aus.

(11) Frühstück mit Blick auf den Schildkrötenstrand

(12) Unser Haustier: Mr. Eko - der Gecko (Copyright by Jenny).
Mr. Eko scheint nicht besonders ängstlich und sitzt ruckzuck auf unserem Tisch und knabbert am Weißbrot. Frank teilt nicht gerne sein Essen und überlegt ob er nicht den Gecko teilen sollte. Der Typ sieht hungrig aus...

(14) Mr. Eko mag Fliegen, Ameisen und Maui-Erdbeeren

(15) Bilderrätsel - wer errät was und wo das ist, der bekommt nüscht
Unser Ziel ist heute der Haleakala Nationalpark. Wer das schnell dreimal hintereinander ausspricht könnte an seiner eigenen Zunge ersticken. Der Gipfel des Haleakala Crater liegt auf 10.000 Fuß, also etwa 3.600 Meter. Unserer noch eingeschweißten Tüte Trockenobst und Nüsse droht das gleiche Schicksal wie damals Willi in Ecuador.
(17) Die Tüte kurz vor dem Zerplatzen - Frank hat aber ne gute Idee was man mit den Nahrungsmitteln machen könnte
Wir fahren knapp 2 Stunden immer höher und höher, sind schon bald über den Wolken und fühlen uns fast wie im Flugzeug. "Buggle up - its the law" steht auch überall auf den Schildern.

(17) Am höchsten Punkt des Kraters. Melanie schummelt.

(18) Ab und zu sieht man durch die Löcher in den Wolken den Rest der Insel

(19) Krater im Krater
Die Farben des Kraters sind krass, leider auf den Fotos nicht so gut zu sehen. Wir haben Glück und die Wolken im Krater verschwinden. Man sieht mindestens 15 andere kleine Krater im Krater. Der höchste davon immerhin 180m hoch.

(20) Noch grinst er, heute Abend wird er es bereuen keinen Sonnenblocker mitgenommen zu haben
Im Visitor Center am Gipfel erklärt eine Rangerin wie die Ureinwohner von Ploynesien nach Hawaii gekommen sind und wie die, obwohl sie ihr GPS vergessen hatten, trotzdem die Inseln in der Mitte des Pazifik gefunden haben. Also die nette Rangerin erklärt, dass schon die Kinder die Sternenkonstellationen auswendig lernen mussten. Da die sich staendig ändern, mussten die 36 Konstelationen lernen. Die komischen Halsketten mit den bunten Makadamianüssen die hier viele tragen, enthalten auch genau 36 Nüsse. Jede steht für eine Konstellation. Erst wer alle 36 Konstallationen auswendig aufsagen konnte, vorwärts und rückwärts durfte mit auf die See. Tagsüber hätten die Polynesier dann auch einfach mal im Boot gelegen und da sie auch keinen IPod mithatten auf die Strömung gelauscht.
Den Sonnenuntergang im Krater haben wir dann noch im Serienbild geknippst. Leider ohne Stativ. Sieht trotzdem ganz gut aus. Genau wie der Frank auf dem Bild unten.
Melanie meinte es fehlt nur noch Mustafas Sandale. Was auch immer das heißt. Vermutlich hat sie zu viel Sonne abbekommen. Und die dünne Luft hier oben tut ihr übriges. Frank nickt heftig. Bevor Melanie noch auf die Idee kommt 98 Löcher in den Frank zu stechen.





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